Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
 
Kreishaus
Wewelsburg

25. September 2019

Bundesteilhabegesetz: Anträge sind rechtzeitig zu stellen

Großer Andrang bei der Informationsveranstaltung im Kreishaus

: Damit die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung gelingt, braucht es Informationen – Klärten auf: Robert Messing (Sozialplaner beim LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe), Alexandra Mader (Beraterin in der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung), Herbert Müller (Kreissozialamt), Zehra Bavli (Kreisgesundheitsamt) und Michael Beninde (Dezernent Kreis Paderborn).   Bildrechte: Kreis Paderborn, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Delang 
Damit die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderung gelingt, braucht es Informationen – Klärten auf: Robert Messing (Sozialplaner beim LWL-Inklusionsamt Soziale Teilhabe), Alexandra Mader (Beraterin in der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung), Herbert Müller (Kreissozialamt), Zehra Bavli (Kreisgesundheitsamt) und Michael Beninde (Dezernent Kreis Paderborn). Bildrechte: Kreis Paderborn, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Delang

Erst in über drei Monaten, am 1.1.2020 tritt die dritte Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes für Menschen mit Behinderung in Kraft. Ein Grund sich entspannt zurückzulegen, ist dies aber nicht: „Die Anträge für die Leistungen ab 2020 sind zwar vereinfacht, aber wichtig ist es, sie frühzeitig bei den örtlichen Sozialämtern zu stellen, damit am 1. Januar alles reibungslos läuft. Die örtlichen Sozialämter stehen bereit, gleichwohl bedarf es der Zusammenarbeit aller Beteiligten“, verdeutlicht Herbert Müller, stellvertretender Leiter des Sozialamtes des Kreises Paderborn. Der Kreis und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hatten deshalb nun die Anbieter stationärer und ambulanter Eingliederungshilfen zu einer Informationsveranstaltung ins Kreishaus eingeladen.

Mit großer Resonanz: Alle eingeladenen Träger sind gekommen. „Das zeigt, dass wir mit der Veranstaltung einen Nerv getroffen haben und wie groß der Informationsbedarf ist“, verdeutlich Zehra Bavli, Psychiatriekoordinatorin im Kreisgesundheitsamt.

Das Bundesteilhabegesetz hat zum Ziel, dass Menschen mit Behinderungen ihr Leben selbstständiger und selbstbestimmter gestalten können. In den ersten beiden Reformstufen, die in den Jahren 2017 und 2018 in Kraft traten, wurden in erster Linie vom Gesetzgeber strukturelle Anpassungen vorgenommen. Die aktuelle, dritte Reformstufe 2020 wird sich nun erstmals massiv auf die Betroffenen auswirken. Dies betrifft alle Bereiche ihres Lebens: Arbeit, Wohnen und soziale Teilhabe. Die Zuständigkeit des Kreises Paderborn als Träger der Sozialhilfe ist für den Bereich der existenzsichernden Leistungen, d.h. „Lebensunterhalt und Wohnen“ gegeben.
„Menschen in stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe werden ab dem 1. Januar nicht mehr einrichtungsbezogen, sondern individuell Leistungen erhalten“, erklärte Robert Messing vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe bei der Veranstaltung. Das heißt, bisher haben Menschen mit Behinderungen, die in Wohneinrichtungen leben, alle Hilfen aus einer Hand bekommen. Zukünftig sind sie Mieter in den Wohneinrichtungen und können alle weiteren Hilfen wie Essen, Pflege oder Hilfen bei der Alltagsbewältigung selbst bestimmen und sich den Anbieter aussuchen. Das heißt aber auch: Für jede dieser Hilfen müssen die Betroffenen einen separaten Antrag stellen. Zudem gibt es unterschiedliche Zuständigkeiten: Mal ist der Kreis oder die Kommune zuständig, mal der Landschaftsverband.

Auch für Menschen ohne Beeinträchtigung ist das neue Antragsverfahren anfangs eine Herausforderung. „Die betroffenen Menschen mit Beeinträchtigung werden sich daher Rat und Hilfe bei den Menschen suchen, die sie kennen und vertrauen, und das sind die Mitarbeiter der Wohneinrichtungen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir diese Ansprechpartner nun umfassend informieren konnten“, freut sich Bavli.
Um den Betroffen, besonders in der Übergangszeit des neuen Gesetzes, zu unterstützen, wurde im vergangenen Jahr eine neue Beratungsstelle eingerichtet vom Bundesministerium Arbeit und Soziales. Die„Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB) befindet sich in der Bleichstraße 39a in Paderborn. Alexandra Mader, Mitarbeiterin der EUTB, machte in der Infoveranstaltung im Kreishaus deutlich: „Unser Team unterstützt Betroffene und auch Angehörige durch Infovorträge und im persönlichen Beratungsgespräch.“

 
 
 

Kontakt

Frau Delang
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stellvertr. Amtsleiterin, Stellvertr. Pressesprecherin

Tel. 05251 308-9201
Fax 05251 308-899201
E-Mail-Adresse E-Mail senden
mehr erfahren
 
 
 

Ihr Kommentar

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge, die nach Ihrer Freigabe durch Anklicken des Schalters „Kommentar senden“ sofort online und damit für alle ersichtlich eingestellt werden. Wir wünschen uns einen respektvollen Dialog. Bitte beachten Sie, dass Ihre Meinungsfreiheit da endet, wo die Rechte anderer verletzt werden. Bitte beachten Sie unsere Regeln mit dem Ziel, eine anregende Diskussion und einen fairen sowie höflichen Umgangston sicherzustellen.

Mit Klick auf „Kommentar senden“ willigen Sie in die Speicherung und Verarbeitung der hier eingegebenen Daten zum Zweck der Diskussion zu diesem Artikel ein. Sie können diese Einwilligung jederzeit und ohne Angaben von Gründen per E-Mail an info@kreis-paderborn.de widerrufen. Durch Ihren Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung Ihrer Daten bis zum Widerruf nicht berührt. Informationen zum Datenschutz finden Sie hier: Datenschutzerklärung

Ich bestätige hiermit, dass ich das 16. Lebensjahr vollendet habe oder dass ansonsten meine die Teilnahme an dieser Kommentarfunktion mit Zustimmung meiner Eltern, Erziehungs- oder Sorgeberechtigten erfolgt.

0 Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar zu dieser Seite

Antwort auf:  Direkt auf das Thema antworten

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

Kontakt

Telefon: 05251 308 - 0
Telefax: 05251 308 - 8888
E-Mail senden

 
RAL Gütezeichen
Logo Audit Beruf und Familie
Vorbildliches Europa-Engagement als „Europaaktive Kommunen“