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Kreishaus
Wewelsburg

05. März 2021

Nur Handvoll von Impfwilligen fallen unter Einzelfallregelung

Menschen mit Vorerkrankungen sind vom Land noch nicht zur Impfung freigegeben

Am vergangenen Freitag verkündete das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, dass nunmehr der Umgang mit Einzelfallentscheidungen im Rahmen der Coronaschutzimpfungen geregelt wurde. Eine Einzelfallentscheidung beim Gesundheitsamt können nur Personen beantragen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, bei denen eine weitere Wartezeit von wenigen Wochen auf eine Impfung entscheidend sein kann, und Personen, deren Erkrankungen so selten sind, dass sie nicht in der Impfverordnung genannt sind. Als konkretes Beispiel fallen Personen unter die Einzelfallentscheidung, die unmittelbar vor einer Chemo-Therapie oder einer Knochenmarks-Transplantation stehen.

„Wir hatten bisher nur vier Anträge von Menschen, die wirklich unter diese Einzelfallentscheidung fallen. Diese Personen haben von uns auch sofort einen Termin im Impfzentrum erhalten“, berichtet Dr. Constanze Kuhnert, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.

Gleichzeitig würde das Gesundheitsamt geflutet mit Anfragen von Menschen mit Vorerkrankungen. Diese haben von ihren Ärzten ein Attest erhalten, dass sie berechtigt, in der Priorisierungsstufe 2 (hohe Priorität) oder 3 (erhöhte Priorität) geimpft zu werden. „Priorisierungsstufe 2 und 3 werden noch nicht geimpft und können noch keinen Termin erhalten“, unterstreicht Dr. Kuhnert. Auch ein Antrag zur Impfung ist nicht notwendig. Das Land geht davon aus, dass diese Gruppe von Menschen mit Vorerkrankungen Ende März ein Impfangebot erhalten.
In die Gruppe der Menschen mit Vorerkrankungen, die nicht unter die Einzelfall-Regelung fallen und daher noch warten müssen, gehören unter anderem: Personen nach Organtransplantationen, Personen mit Diabetes mellitus, Personen mit chronischen Lungen-, Nieren- oder Lebererkrankungen, Personen mit Adipositas, Krebspatienten, Personen mit Autoimmunerkrankungen, mit rheumatologischen Erkrankungen, Asthma bronchiale oder mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung. Eine vollständige Auflistung findet sich in der Corona-Impfverordnung unter den Paragraphen 3 (Schutzimpfungen mit hoher Priorität) und §4 (Schutzimpfung mit erhöhter Priorität).

Hier auf der Impf-Seite unter www.kreis-paderborn.de/impfen sind zudem weitere Informationen eingestellt.

„Wir bitten Personen mit Vorerkrankungen, uns zum jetzigen Zeitpunkt die Atteste nicht zuzuschicken. Das macht erst Sinn, wenn Prioritätsstufe 2 und 3 auch zur Impfung freigegeben wurden!“, erklärt Dr. Kuhnert.

In dieser Woche sind bereits rund 1.200 Anfragen und Atteste von Menschen mit Vorerkrankungen eingetroffen. Wenn das Land entschieden habe, wann Menschen mit Vorerkrankungen geimpft werden können und wie sie einen Termin bekommen, wird der Kreis rechtzeitig darüber informieren.

Sie möchten wissen, ob Ihnen bereits ein Impfangebot gemacht werden kann?

Informationen hierzu finden Sie auf unseren Impfsonderseiten: www.kreis-paderborn.de/impfen.

 
 

Wenn Sie weitere Fragen haben,

wenden Sie sich bitte an das Infotelefon des Gesundheitsamtes,
 05251 308-3333,
erreichbar Mo-Fr von 9 bis 16 Uhr, Sa von 12 bis 16 Uhr.

 
 
 

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Ihr Kommentar

8  Kommentare

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    Eckhard Fastrich
    07.03.2021 20:45 Uhr

    Sehr geehrte Frau Delang,
    die "Corona Internetseite" finde ich sehr informativ und immer zeitnah auf dem aktuellen Stand. Das ist alles sehr gut. Ich möchte einen Punkt ansprechen, der noch nicht deutlich genug aufgearbeitet ist:
    Zu dem Personenkreis der Menschen mit Vorerkrankungen der Prioritätsstufe 2 gehören sowohl ich als auch meine Ehefrau. Sie schreiben, dass ein Antrag auf Impfung nicht gestellt werden muss und die Betroffenen automatisch Ende März ein Impfangebot erhalten werden. Ich frage mich, wie das funktionieren soll, weil das Gesundheitsamt bereits aus Gründen des Datenschutzes doch keine Kenntnis von meinen Vorerkrankungen haben kann!

    Deshalb meine Fragen:
    Wer ist denn für die Entscheidung der Aufnahme eines Vorerkrankten in die Prioritätsstufe 2 zuständig?
    Wo reiche ich die ärztlichen Bescheinigungen ein? Beim Gesundheitsamt oder der "Kassenärztlichen Vereinigung", die die Vergabe der Impftermine organisiert?
    Welche Qualität muss eine ärztliche Bescheinigung haben? Unsere behandelnden Ärzte waren diesbezüglich sehr verunsichert.

    Darüber sollte rechtzeitig eine Klarstellung über die Abläufe von Ihnen eingestellt werden, damit keine unnötigen Mißverständnisse entstehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    E. Fastrich

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    Wolfgang Pöppel
    08.03.2021 09:57 Uhr

    Dankeschön Herr Fastrich!
    Genau diese Fragen habe viele meiner Bekannten und ich auch gehabt. Schade, dass hier geschwurbelt wird. Da fehlt mir der Humor, um darüber auch nur lächeln zu können.

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    08.03.2021 15:33 Uhr

    Vielen Dank für Ihre Fragen! In den § 3 und § 4 der Coronavirus-Impfverordnung sind alle Personen aufgeführt, deren Impfung hohe bzw. erhöhte Priorität haben. Sie können die Passagen in der oben eingestellten Coronavirus-Impfverordnung nachlesen. Die Reihenfolge legt also eine Bundesverordnung fest. Das Land NRW geht davon aus, dass diesen Impfberechtigten Ende März ein Impfangebot gemacht werden kann. Die ärztliche Bescheinigung für diese beiden Gruppen mit hoher bzw. erhöhter Priorität muss keine Diagnose beinhalten. Es reicht, wenn drin steht, dass eine Priorisierungsstufe nach § 3 und/oder § 4 der Coronavirus-Impfverordnung vorliegt. Diese Bescheinigung vom Arzt muss nach jetzigem Stand nicht eingereicht sondern lediglich zum Impftermin mitgebracht werden. Das wird aber alles noch im Detail seitens des Landes geregelt – die Abläufe stehen also noch nicht fest - und werden, sobald die Regelungen stehen, dann auch auf unseren Internetseiten zu finden sein. Sie und Ihre Frau müssen also derzeit nichts veranlassen. Ihnen und Ihrer Frau alles erdenklich Gute!

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    Wolfgang Pöppel
    08.03.2021 09:54 Uhr

    Guten Tag,
    ich las soeben
    "... Gleichzeitig würde das Gesundheitsamt geflutet mit Anfragen von Menschen mit Vorerkrankungen. Diese haben von ihren Ärzten ein Attest erhalten, dass sie berechtigt, in der Priorisierungsstufe 2 (hohe Priorität) oder 3 (erhöhte Priorität) geimpft zu werden. „Priorisierungsstufe 2 und 3 werden noch nicht geimpft und können noch keinen Termin erhalten“, unterstreicht Dr. Kuhnert. ..."
    Das wundert mich überhaupt nicht, ist doch der Text hier lückenhaft und tw. unverständlich.
    Auch wenn § 2 und § 3 der "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV)" nicht explizit benannt wurde (weshalb ich erst zeitraubend danach suchen musste) wäre es ein Leichtes gewesen, diese Verordnung ordentlich zu verlinken.
    Der Link "MENSCHEN MIT VORERKRANKUNGEN" (https://www.kreis-paderborn.de/kreis_paderborn/aktuelles/pressemitteilungen/nur-eine-handvoll-faellt-unter-die-einzelfallregelung.php) ist insofern irreführend, weil er eben auch nicht zum Text der § 2 und § 3 führt. Soviel Sorgfalt habe ich aber erwartet und kann nicht verstehen, warum man solch wesentliche Informationen hier verschwurbelt.
    Ich habe mit mehr als 30 Jahren Verwaltungserfahrung nur noch den Kopf geschüttelt, wie man einfache Sachen so kompliziert und auch gar nicht ausdrückt!
    Drucken Sie einfach auf der Webseite genau den Text der Paragrafen 2 und 3 ab und dann wird erst Ihr Text verständlich.
    Wolfgang Pöppel
    Dipl. Verwaltungswirt

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    08.03.2021 13:06 Uhr

    Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihren Hinweis. Beide Dokumente - die Corona-Impfverordnung vom 8. Februar und die Änderung der Corona-Impfverordnung vom 24. Februar - sind auf unseren Impfseiten (kreis-paderborn.de/impfen) und auch direkt unter die o.a. Pressemitteilung eingestellt. Dort kann man detailliert nachlesen, in welcher Reihenfolge geimpft wird, wer also mit höchster, hoher und erhöhter Priorität einen Anspruch auf Schutzimpfung hat.

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    Hubertus Weitekamp
    08.03.2021 17:54 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    unser Sohn, 30 Jahre mit Trisomie 21, ist Gottseidank gelistet. Unter § 3 der "Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV) sind wir als enge Kontaktpersonen genannt. Dies ist auch sehr verklausuliert beschrieben. Transparenz ist etwas anderes. Hier warte ich gespannt darauf, wie es nachzuweisen ist. Ich hoffe, dass unserem Sohn geglaubt wird.

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    Christoph Saalmann
    14.03.2021 08:05 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ich komme nochmal auf das Impfangebot für Prio 2 zurück. Diese höher gestuften Personen sind unter 70, und haben eine Bescheinigung, die dem Gesundheitsamt ja im Moment nicht bekannt sein dürfte. In welcher Form unterbreiten sie den das sogenannte Impfangebot? Direktes Anschreiben geht ja nicht, da sie die Personengruppe der höhergestützten nicht kennen. Oder verstehen sie unter Angebot, dass man täglich ihre Seite besucht, um mit Glück zu erfahren, wenn denn das Anmeldeportal wieder geöffnet ist? Wurde an die Möglichkeit über die Benachrichtigung nachgedacht, ohne täglich ihre Seite aufrufen zu müssen? Gibt es, wie in anderen Landkreisen üblich, eine Warteliste für Restimpfstoffmengen?

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    Anton Schäfers
    15.03.2021 10:01 Uhr

    Die Fragen von Herrn Saalmann sind sehr treffend. Ich versuche seit einiger Zeit einen Impftermin zu bekommen. Grund sind bei mir 3 relevante Vorerkrankungen und die berufliche Aufgabe der Instandhaltung von Kommunikationseinrichtungen in Pflegeeinrichtungen und Kliniken.
    Wenn schon Berufsgruppen ein Impfangebot bekommen warum dann nicht die jenigen die Systemrelvant sind? Funktionierende Technik in Klinken ist sicher wichtiger als der Haarschnitt.

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