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Kreishaus
Wewelsburg

22. März 2021

Wie es mit dem Impfen weitergeht und wer derzeit impfberechtigt ist

Neuer Impferlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Menschen mit Vorerkrankungen, die in der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit unter § 3, „Schutzimpfungen mit hoher Priorität“, also Stufe 2, aufgeführt sind, z.B. Personen nach Organtransplantation, mit Demenz, Depressionen, chronischen Lebererkrankungen oder auch Lungenerkrankungen, können zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Impfangebot erhalten.

Auch Kontaktpersonen von Schwangeren sind derzeit noch nicht impfberechtigt. Darauf weist das Paderborner Kreisgesundheitsamt hin, welches zurzeit mit Attesten von Ärzten geflutet wird, die Menschen mit Vorerkrankungen eine Höherstufung bescheinigen.

„Bitte diese Atteste auch nicht dem Gesundheitsamt schicken. Es macht schlicht keinen Sinn“, betont die stellvertretende Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes, Dr. Wiebke Jensen.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die im Wesentlichen auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut aufbaut. Diese Priorisierung ist notwendig, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen zu impfen, die das wünschen. Im Moment werden im Impfzentrum in der Sälzerhalle in Salzkotten nur Menschen mit höchster Priorität (Stufe 1) und priorisierte Berufsgruppen geimpft.

Wer welchen Impfstoff bekommt, ist ebenfalls klar geregelt. Es gibt keine Wahlfreiheit. Sollte genügend Impfstoff zu Verfügung stehen, könnte sich das ändern.

Doch bis dahin gilt: „Impfberechtigte, die den angebotenen Impfstoff nicht wollen, haben natürlich die Möglichkeit, zu warten, sollten sich das aber gut überlegen“, betont Dr. Wiebke Jensen.


Der neue Impferlass des MAGS beinhaltet eine Reihe von weiteren Regelungen:

  • Impfungen in (teil-)stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Werkstätten für Menschen mit Behinderung erfolgen ab sofort mit dem Impfstoff der Firma Moderna. Dies gilt sowohl für Impfungen der Beschäftigten als auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beziehungsweise der Bewohnerinnen und Bewohner.Aufgrund einer Anpassung der Coronavirus-Impfverordnung des Bundes wird bei neu vereinbarten Terminen der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfungen bei den Impfstoffen der Firmen Moderna und BioNTech auf sechs Wochen angepasst.

Das Land NRW geht davon aus, dass ab Anfang April Menschen über 70 Jahre ein Impfangebot unterbreitet werden kann. Aufgrund der sehr großen Gruppe der über 70-Jährigen (landesweit sind das laut MAGS rund 1,6 Millionen) werde deshalb derzeit ein stufenweises Vorgehen abgestimmt, heißt es in einer Pressemitteilung des MAGS vom 22. März.

 
 
 

Sie möchten wissen, ob Ihnen bereits ein Impfangebot gemacht werden kann?

Informationen hierzu finden Sie auf unseren Impfsonderseiten: www.kreis-paderborn.de/impfen.

 
 

Wenn Sie weitere Fragen haben,

wenden Sie sich bitte an das Infotelefon des Gesundheitsamtes,
 05251 308-3333,
erreichbar Mo-Fr von 9 bis 16 Uhr, Sa von 12 bis 16 Uhr.

 
 
 

Kontakt

Frau Pitz
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amtsleiterin, Pressesprecherin

Tel. 05251 308-9200
Fax 05251 308-899200
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4  Kommentare

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    Uwe Orzelek
    29.03.2021 13:11 Uhr

    Zur Zeit bin ich doch sehr ratlos und erstaunt über die Planlosigkeit mit der gehandelt wird. Ich bin fast 65, meine Frau ist 66 Jahre. Sie ist zu 100% Schwerbehindert, mit Merkzeichen B und H und aG. Somit auch Pflegestufe 5. Die Pflege erfolgt zu Hause und dort finden auch die Therapien statt. Ein Attest über eine erhöhte Priorität nach Paragraph 3.2 der Impfverordnung liegt auch vor. Da ich persönlich mitbekommen habe, das teilweise Personen unter 60 ohne Zugehörigkeit zu einer priorisieren Gruppe ( nur Hausfrauen ) schon lange geimpft wurden ( in NRW), frage ich mich nun, wann ist diese Gruppe von Pflegebedürftigen dran. Wann und wie werden sie informiert? Oder kann ma sie gar nicht informieren, obwohl sowohl Krankenkassen, die Kreisverwaltungen, die EMA, etc. eigentlich alle Daten haben ? Müssen die Angehörigen dieser Gruppe sich den Arzt selbst suchen?

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    h.j.Kösters
    31.03.2021 13:41 Uhr

    in habe entsprechende Vor - Erkrankungen und ein entsprechende Attest von meinen Kardiologen und versuche einen termin zu bekommen auf ihrer Seite. Nach mehreren 100x versuchen endlich der Ausfüllbogen erscheint .Gebe meine Daten ein, und
    dann : Leider ist ihr Termin schon vergeben. ich bin 76 Jahre und ich habe nicht mehr so viel Zeit.
    H.J.Kösters

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    31.03.2021 13:46 Uhr

    Es gab in der Karwoche 3.000 Termine für Menschen mit Vorerkrankungen. Diese waren innerhalb kurzer Zeit ausgebucht. Einzelne Termine - z.b. wenn jemand seinen Termin absagt - werden immer wieder freigegeben. Ab dem 6.4. impfen Hausärzte Menschen mit Vorerkrankungen.

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    Sabine
    26.04.2021 14:18 Uhr

    Kann mich Herrn Orzelek nur anschließen. Versuche nun seit Wochen für meinen Mann und mich einen Termin zu bekommen, da unser Sohn körperlich und geistig behindert ist. Wir sind regelmäßig in therapeutischer Behandlung mit ihm. Leider blieb die Terminvereinbarung bisher ohne Erfolg. Andere Bekannt mittleren Alters die nicht zur Risikogruppe gehören und auch keine pflegenden Angehörigen sind, sind in NRW schon lange geimpft!

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