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Wewelsburg

Umschreibung ausländischer Fahrerlaubnisse

Wer seinen Wohnsitz auf Dauer in die Bundesrepublik Deutschland verlegt, muss seinen Führerschein, soweit dieser nicht von einem EU-Mitgliedsstaat ausgestellt ist, umschreiben lassen.

Das Umschreibungsverfahren unterscheidet sich je nach Ausstellungsstaat des Führerscheins. Es wird unterschieden in:

  • Führerscheine, die ein EU- oder EWR-Staat ausgestellt hat,
  • Führerscheine, die ein Staat ausgestellt hat, der in der Anlage 11 zur Fahrerlaubnisverordnung (FeV) aufgenommen ist
  • Führerscheine aus einem anderen Staat (sog. Drittstaat)

Damit Sie Ihren Führerschein der richtigen Gruppe zuordnen können, finden Sie am Ende der Seite die Listen der EU-/EWR-Staaten und der Anlage 11- Staaten. Alle anderen Staaten sind dann die sog. Drittstaaten.

Wer Inhaber einer gültigen EU- oder EWR-Fahrerlaubnis ist, darf uneingeschränkt mit dieser am Straßenverkehr teilnehmen (Inhaber von LKW bzw. Bus Fahrerlaubnissen, bitte die Hinweise zur  Verlängerungsplicht unten auf dieser Seite beachten!).  Inhaber anderer ausländischer Fahrerlaubnisse, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, dürfen hingegen nur sechs Monate ab Wohnsitzbegründung mit ihrem ausländischen Führerschein in Deutschland fahren.

Bitte beachten Sie, dass Ihr ausländischer Führerschein nur dann umschreibungsfähig ist, wenn

  • es ein vollwertiger Führerschein ist (kein Lern- oder vorläufiger Führerschein) und
  • Sie Ihren ordentlichen Wohnsitz bei Erteilung der ausländischen Fahrerlaubnis in dem entsprechenden Land hatten (sich also mindesten 185 Tage dort aufgehalten haben).

Was wird benötigt?

Für die Umschreibung eines EU- oder EWR- Führerscheins

  • Kopie des Ausweises
  • Biometrisches Passfoto (35 x 45 mm) aus neuester Zeit
  • Kopie des ausländischen nationalen Führerscheins

Für die Umschreibung eines Führerscheins aus einem Staat der Anlage 11 zur FeV

  • Kopie des Ausweises
  • Biometrisches Passfoto (35 x 45 mm) aus neuester Zeit
  • Kopie des ausländischen nationalen Führerscheines
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheines (durch ADAC oder amtlich anerkannten Dolmetscher)
  • ggf. Sehtestbescheinigung

Für die Umschreibung eines Führerscheins aus einem Drittstaat

Klasse A1, A2, A, B, BE, AM, L oder T

  • Kopie des Ausweises
  • Biometrisches Passfoto (35 x 45 mm) aus neuester Zeit
  • Sehtestbescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)
  • Nachweis über die Unterweisung in „Lebensrettenden Sofortmaßnahmen“
  • Kopie des ausländischen nationalen Führerscheins
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheines (durch ADAC oder amtlich anerkannten Dolmetscher)
  • ggf. Nachweis über den Auslandsaufenthalt zum Zeitpunkt des Fahrerlaubniserwerbs

Klasse C1, C, C1E oder CE

  • Kopie des Ausweises
  • Biometrisches Passfoto (35 x 45 mm) aus neuester Zeit
  • Augenfachärztliches Gutachten (nicht älter als 2 Jahre)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung (nicht älter als 1 Jahr)
  • Nachweis über die Ausbildung in „Erster Hilfe“
  • Kopie des ausländischen nationalen Führerscheins
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheines (durch ADAC oder amtlich anerkannten Dolmetscher)
  • ggf. Nachweis über den Auslandsaufenthalt zum Zeitpunkt des Fahrerlaubniserwerbs

Klasse D1, D, D1E oder DE

  • Kopie des Ausweises
  • Biometrisches Passfoto (35 x 45 mm) aus neuester Zeit
  • Augenfachärztliches Gutachten (nicht älter als 2 Jahre)
  • Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung (nicht älter als 1 Jahr)
  • Betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten (nicht älter als 1 Jahr)
  • Nachweis über die Ausbildung in „Erster Hilfe“
  • Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde (zu beantragen bei Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt)
  • Kopie des ausländischen nationalen Führerscheins
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheines (durch ADAC oder amtlich anerkannten Dolmetscher)
  • ggf. Nachweis über den Auslandsaufenthalt zum Zeitpunkt des Fahrerlaubniserwerbs

Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte dem Formular unter der Rubrik "Downloads".

Weiterer Ablauf / Bearbeitungszeiten

Umschreibung aus einem EU-/EWR-Staat

Der Antrag wird direkt bei der Fahrerlaubnisbehörde gestellt. Liegt der vollständige Antrag vor, erfolgt eine Anfrage beim ausstellenden Mitgliedsstaat, ob der Antragsteller weiterhin Inhaber der Fahrerlaubnis ist. Die Beantwortung dieser Anfrage variiert von Staat zu Staat sehr stark, sodass auch die Bearbeitungszeiten sehr unterschiedlich sind. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird der deutsche Führerschein bestellt und sobald der Führerschein bei uns vorliegt, erhalten Sie ein Anschreiben zur Abholung des deutschen Führerscheins. Die Bearbeitungszeit für die Umschreibung einer EU-/EWR- Fahrerlaubnis liegt bei etwa drei Wochen bishin zu mehreren Monaten.

Umschreibung aus einem Anlage 11- Staat

Auch dieser Antrag wird direkt bei der Fahrerlaubnisbehörde gestellt. Im Verfahren sind evtl. noch Antragsunterlagen einzureichen oder/und eine oder zwei Prüfungen abzulegen. Wenn keine Prüfung abgelegt werden muss, wird der Führerschein bestellt und Sie erhalten ein Anschreiben, sobald der Führerschein zur Abholung bereit liegt. Wird eine Prüfung abgelegt, wird der deutsche Führerschein erst nach Ablegung der Prüfung bestellt. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel etwa drei Wochen.

Umschreibung aus einem Drittstaat

In diesen Fällen ist in jedem Fall die Ablegung einer theoretischen und praktischen Prüfung erforderlich. Der Antrag wird entweder direkt bei der Fahrerlaubnisbehörde oder über die Fahrschule gestellt. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, wird ein Prüfauftrag an den TÜV erteilt und die Prüfungen können abgelegt werden. Von Antragstellung bis zur Erteilung des Prüfauftrags an den TÜV vergehen etwa drei Wochen.

Bitte entscheiden Sie sich bereits bei Antragstellung, welche Klassen Ihrer ausländischen Fahrerlaubnis Sie in eine entsprechende deutsche Fahrerlaubnisklasse umschreiben möchten. Dies ist deshalb wichtig, weil für jede beantragte Fahrerlaubnisklasse jeweils die Ablegung der theoretischen und praktischen Prüfungen erforderlich ist und eine nachträgliche Umschreibung einzelner Fahrerlaubnisklassen nicht mehr möglich ist.

Hinweise

Abholung des Führerscheins

Zur Abholung des deutschen Führerscheins sind mitzubringen:

  • ausländischer Führerschein
  • Ausweis
  • Gebühren
  • ggf. Prüfbescheinigung

LKW- und Bus-Führerschein

Inhaber einer EU-/EWR-Fahrerlaubnis, die eine LKW- (C1, C1E, C, CE) oder Bus- (D1, D1E, D, DE) Klasse besitzen, sollten genau auf die Gültigkeit dieser Klassen achten! Auch für Sie gelten die deutschen Befristungen, also sind diese Klassen nur für fünf Jahre gültig. Wenn Ihre entsprechende Fahrerlaubnisklasse schon länger als 5 Jahre in dem ausstellenden EU/EWR Staat gültig ist, so haben Sie nur noch ein halbes Jahr (185 Tage) Zeit zum verlängern. Sollten Sie hinsichtlich der Gültigkeit Ihrer LKW- oder Bus-Fahrerlaubnis unsicher sein, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner. Möglicherweise müssen Sie die Verlängerung Ihrer Fahrerlaubnis beantragen.

Führerscheinprüfung

Sofern Sie eine theoretische und/ oder praktische Prüfung ablegen müssen, haben Sie die Möglichkeit, sich selbständig zur theoretischen Prüfung beim TÜV anzumelden. Spätestens bei der Ablegung der praktischen Prüfung müssen Sie jedoch von einer Fahrschule vorgestellt werden. Bei der Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis besteht dabei keine Ausbildungsverpflichtung, d.h. Sie sind nicht verpflichtet Sonderfahrten zu absolvieren oder am Theorieunterricht teilzunehmen. Allerdings muss vor Ablegung der Prüfungen sichergestellt sein, dass Sie in der Lage sind, diese zu bestehen.

Gebühren / Zahlungsart

  • 35,00 € bis 43,40 € evtl. zzgl. 30,00 € für die Feststellung des Besitzstandes

Merkblatt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur

Weitere Informationen zum Thema Umschreibung ausländischer Fahrerlaubnisse finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, wenn Sie auf den unten aufgeführten Link klicken:

Rechtsgrundlagen

Amt
Straßenverkehrsamt
Straße
An der Talle 7
Ort
33102 Paderborn
Telefon
05251 308 - 3613
Telefax
05251 308 - 893697
E-Mail-Adresse
E-Mail senden
Gebäude
Außenstelle An der Talle 7, Erdgeschoss
Raumnummer
114a
Lageplan
Lageplan ansehen
Montag: 07.30–12.00 Uhr
Dienstag: 07.30–12.00 Uhr 14.00–16.00 Uhr
Mittwoch: 07.30–12.00 Uhr
Donnerstag: 07.30–12.00 Uhr 14.00–18.00 Uhr
Freitag: 07.30–12.00 Uhr

Ansprechpartner

(alphabetische Auflistung)

  • Frau Wagner

    Straßenverkehrsamt

    An der Talle 7 33104 Paderborn Tel. 05251 308-3613 Fax 05251 308-893648
 

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

Kontakt

Telefon: 05251 308 - 0
Telefax: 05251 308 - 8888
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