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Wewelsburg

22. August 2020

Fünf neue COVID-19-Fälle, Erzieherin positiv getestet - Kindergarten in Bad Wünnenberg geschlossen

Die Zahlen der Infizierten im Kreis Paderborn mit Stand vom 22.08.2020, 17 Uhr

CoronaUpdate Headerbild mit einem dargesteltem Virus

Aktualisierung am Samstag, 22. Augsut, 20:30 Uhr

Eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet: Kindergarten in Bad Wünnenberg geschlossen
36 Kinder, 11 Erzieherinnen in Quarantäne

Kreis Paderborn (krpb). In einem Bad Wünnenberger Kindergarten ist eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das positive Testergebnis war dem Paderborner Kreisgesundheitsamt am heutigen Samstag übermittelt worden. „Wir haben umgehend alle Kontaktpersonen ermittelt und isoliert“, erläutert die stellvertretende Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes, Dr. Wiebke Jensen. Aufgabe des Gesundheitsamtes ist es dann, möglichst schnell die Infektionskette vor Ort nachzuverfolgen und zu durchbrechen.

In solchen Fällen erfolgt eine Risiko-Einschätzung des Paderborner Kreisgesundheitsamtes nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts. Da die Kinder auch in den Innenräumen der Einrichtung von der Erzieherin betreut wurden, sind sie, ebenfalls wie die 10 Arbeitskolleginnen, als Kontaktpersonen der Kategorie eins (erhöhtes Risiko) einzustufen. Die insgesamt 36 Kinder und alle 11 Erzieherinnen befinden sich deshalb in angeordneter, 14-tägiger Quarantäne. Der Kindergarten ist geschlossen.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt hat bereits mit allen betroffenen Familien der Kindergartenkinder telefonisch Kontakt aufgenommen und die Quarantäne durchgesprochen. „Wir stellen ein Elternteil ebenfalls unter Quarantäne, um die Betreuung des Kindes sicherzustellen“, erläutert Dr. Wiebke Jensen. Für den Arbeitgeber wird eine Bescheinigung ausgestellt, „wir nennen das Kinderbescheid“, so Jensen.

Arbeitnehmer, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt werden, bekommen ihr Gehalt weiter ausgezahlt, haben also einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Arbeitgeber können sich die Lohnzahlungen auf Antrag vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe erstatten lassen.

„Wir haben mit den Eltern besprochen, dass wir erst einmal nicht testen, sondern erst dann, wenn Symptome auftauchen sollten“, erläutert Jensen. Der so genannte Rachenabstrich sei bereits für Erwachsene eine ziemlich unangenehme Erfahrung, für Kleinkinder könne er verstörend wirken. Für die Erzieherinnen steht ohnehin ein Corona-Test an. Alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich seit dem 3. August kostenlos und freiwillig alle 14 Tage auf das Coronavirus testen lassen. „Wir halten selbstverständlich in den kommenden Tagen den Kontakt zu den Familien“, bekräftigt Jensen.


Fünf neue COVID-19-Fälle
- 53 aktive Corona-Fälle in sieben Kommunen, in drei Kommunen ist derzeit offiziell niemand infiziert

Fünf neue COVID-19-Fälle (zwei in Bad Wünnenberg, drei in Paderborn): Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie steigt auf 819, Stand 22.8., 17 Uhr.

Aktuell sind 53 Menschen in sieben Kommunen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Betroffen ist weiterhin vor allem Paderborn mit jetzt 31 aktuell Infizierten, weitere aktive Fälle in Bad Wünnenberg (4),Bad Lippspringe (2), Borchen (2), Delbrück (7), Hövelhof (5), Salzkotten (2). In Altenbeken, Büren und Lichtenau ist derzeit offiziell niemand infiziert.
Unverändert 732 Menschen im Kreis Paderborn haben eine akute COVID-19-Infektion überstanden. 34 Menschen sind mit oder an einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn, aufgeschlüsselt nach Orten:


Bestätigte Fälle

Todesfälle

Genesene


Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Altenbeken

41

41

3

3

38

38

Bad Lippspringe

30

30

1

1

27

27

Bad Wünnenberg

47

45

0

0

43

43

Borchen

24

24

0

0

22

22

Büren

32

32

3

3

29

29

Delbrück

88

88

1

1

80

80

Hövelhof

61

61

4

4

52

52

Lichtenau

14

14

0

0

14

14

Paderborn

416

413

21

21

364

364

Salzkotten

66

65

1

1

63

63

GESAMT

819

814

34

34

732 732

Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage wird überprüft, ob Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das Pandemiegeschehen einzudämmen. Für den Kreis Paderborn mit seinen 306.890 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der Grenzwert von 50 bei einer Zahl von 154 Neuinfizierungen innerhalb einer Woche erreicht. In den letzten 7 Tagen wurden 26 neue Fälle bestätigt. Das entspricht einer aktuellen 7-Tages-Inzidenz von 8,5.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr,
Sa von 12 bis 16 Uhr unter der 05251 308-3333 zu erreichen.

 
 
 

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4  Kommentare

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    Petra Fecke
    23.08.2020 13:09 Uhr

    Nehmt euch mal den Kreis Soest zum Vorbild. Da wird die Gruppe bzw wahrscheinlich der ganze Kindergarten getestet und das wo nur eine Mutter positiv ist, die zur Eingewöhnung da war.
    Beim Gesundheitsamt Paderborn will man scheinbar nicht testen. Macht ja Arbeit. Ausserdem würden so vielleicht die Infektionszahlen hochgehen. Das will das Gesundheitsamt wohl nicht.
    Das Land sagt klipp und klar, dass mehr getestet werden soll. So können es Kinder die oft symptomlos bleiben, an den Elternteil übertragen, der vielleicht auch keine Symptome bekommt nach den 14 Tagen, den Virus aber dann munter weiter verbreiten kann.

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    24.08.2020 09:27 Uhr

    Zutreffend ist, dass das Gesundheitsamt daran arbeitet, das derzeitige Corona-Pandemiegeschehen vor Ort einzudämmen. Deshalb arbeiten hier alle seit dem 1. bestäigten Fall am 7. März immer über Anschlag, alle Wochenenden durch, die Gesundheitsamtsleitung nahezu rund um die Uhr. Bund und Land sagen, es soll mehr getestet werden. Das passiert ja gerade auch. Zum Beispiel - s. Pressemitteilung - können sich Lehrkräfte und Erziehende alle 14 Tage kostenlos testen lassen. Es wird nicht einfach so drauflos getestet: Die Handlungen des Gesundheitsamtes basieren auf dem Infektionsschutzgesetz. Die Testungen und das Kontaktmanagement richten sich nach den Vorgaben des Robert Koch-Instituts.
    Ein Test ist immer eine Momentaufnahme. Er dient dazu, Infizierte zu finden und Kontaktpersonen der Kategorie eins, also engerer Kontakt im Sinne des Robert Koch-Instituts (RKI) zu isolieren. Das ist ja bereits passiert. Die Kindergartenkinder sind Kontaktpersonen der Kategorie eins. Sie befinden sich allesamt in Quarantäne. Wie die Arbeitskolleginnen der Erzieherin auch. Die Familienangehörigen sind Kontaktpersonen der Kategorie zwei. Auch hier richten wir uns . wie bereits erläutert, nach den Vorgaben des RKI, die Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts unter Kontaktmanagement nachlesen können.
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Kontaktperson/Management.html#doc13516162bodyText7.

    Hier gern ein Auszug: „Generell im Haushalt nach Möglichkeit zeitliche und räumliche Trennung der Kontaktperson von anderen Haushaltsmitgliedern. Eine „zeitliche Trennung“ kann z.B. dadurch erfolgen, dass die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. Eine räumliche Trennung kann z.B. dadurch erfolgen, dass sich die Kontaktperson in einem anderen Raum als die anderen Haushaltsmitglieder aufhältt“.

    Das Infektionsschutzgesetz unterscheidet nicht zwischen Kindern und Eltern. Eigentlich müsste das Kind somit von der Familie komplett räumlich isoliert werden, was natürlich nicht sein kann und darf. Deshalb stellen wir ein Elternteil mit unter Quarantäne, damit die Betreuung sichergestellt ist.

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    Petra Fecke
    27.08.2020 06:23 Uhr

    Auch beim neuesten Fall an der Gesamtschule in Salzkotten, wird nicht getestet.
    Die Bildungsministerin von NRW hat ganz klar gesagt, dass wenn ein Coronafall an einer Schule auftritt, grossflächig an der Schule getestet werden soll.

    Leider sagte sie auch, dass sich nicht alle daran halten bisher. Stimmt wohl leider.

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    27.08.2020 08:47 Uhr

    In Deutschland gibt es eine Nationale Teststrategie. Die von Robert-Koch-Institut ausführlich erklärt wird. Darin heißt es unter anderem:
    "Bei der Anwendung von Tests ist ein zielgerichtetes Vorgehen essenziell. Testen ohne Anlass führt zu einem falschen Sicherheitsgefühl. Denn auch ein negativer PCR-Nachweis ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen (Stichwort AHA-Formel). Präventives Testen ohne begründeten Verdacht erhöht außerdem das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belastet die vorhandene Testkapazität. Daher, "Testen, Testen, Testen – aber gezielt!". (Zitat Ende)
    Wir halten uns bei des Testungen selbstverständlich and die Vorgaben des RKI. Hier wird bei jedem Einzelfall geprüft, gab es Kontakt zu einem Inifzierten, wie eng war der Kontakt und wann hat er stattgefunden (Stichwort: Inkubationszeit. Ein zu früh ausgeführter Test führt zu einem negativen Ergebnis, obwohl der Getestete infiziert ist).

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