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Wewelsburg

26. Oktober 2020

Keine neuen COVID-19-Fälle gegenüber dem Wochenende, offiziell ist der Kreis Paderborn weiterhin kein Risikogebiet

Allgemeinverfügung vorbereitet, Kreis Paderborn rechnet bereits morgen mit Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 35, vielleicht sogar der 50

CoronaUpdate Headerbild mit einem dargesteltem Virus
Foto: ©iStock.com/ BlackJack3D
Corona-Update 26.10.2020

Keine neuen COVID-19-Fälle gegenüber dem Wochenende, offiziell ist der Kreis Paderborn weiterhin kein Risikogebiet

- Allgemeinverfügung vorbereitet, Kreis Paderborn rechnet bereits morgen mit Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 35, vielleicht sogar der 50

Keine neuen COVID-19-Fälle gegenüber dem Wochenende: Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt unverändert 1.176, Stand 26.10., 11:00 Uhr. Aktuell sind weiterhin 239 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert (aktive Fälle). Betroffen ist Paderborn mit 88 aktiven Fällen, gefolgt von Bad Lippspringe (58), Delbrück (32), Bad Wünnenberg (18), Hövelhof (10), Lichtenau (10), Borchen (9), Salzkotten (5), Büren (5), Altenbeken (4).

Allein am vergangenen Samstag, 24. Oktober, registrierte das Paderborner Kreisgesundheitsamt 95 neue Fälle, 52 davon in Bad Lippspringe, die einem Ausbruch in dem Altenheim Jordan Quelle in Bad Lippspringe zuzuordnen sind. Die Einrichtung informiert auf ihrer Homepage, dass bislang 41 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 15 Mitarbeitende positiv getestet sind, Stand 26.10., 11 Uhr. (Zur Erläuterung: Bei der Zuordnung zählt stets der Wohnort des Infizierten). Der erste positive Befund Anfang vergangener Woche war ein Zufallsbefund. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ordnete die Testung der engeren Kontaktpersonen im Sinne der RKI-Richtlinien an, also vor allem der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeitenden in der Einrichtung. Angesichts des Infektionsgeschehens werden alle Abläufe in der Einrichtung überprüft. Zudem sind alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen worden, um das Infektionsgeschehen vor Ort einzudämmen. Die Einrichtung selbst hat nach eigenem Bekunden Angehörigen und Betreuern empfohlen, auf Besuche zu verzichten, was auf positive Resonanz gestoßen sei.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist am heutigen Montag, 26. Oktober, eine 7-Tages-Inzidenz von 34,4 aus. Nach der Coronaschutzverordnung in der ab dem 17. Oktober gültigen Fassung ist dieser Wert maßgeblich für die Festlegung der Gefährdungsstufe I (7-Tages-Inzidenz von 35) oder Gefährdungsstufe II (7-Tages-Inzidenz von 50). Nach eigenen Berechnungen des Kreises Paderborn dürfte die 7-Tages-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche, bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, anhand der täglich vor Ort erfassten Daten deutlich darüber liegen und wohl beide kritischen Marken überschreiten. Der Kreis Paderborn geht davon aus, dass im Laufe des morgigen Tages die 7- Tages-Inzidenz von 35, wahrscheinlich sogar 50 vom LZG veröffentlicht werden wird. „Wir haben überlegt, ob wir dennoch bereits heute eine Gefährdungsstufe per Allgemeinverfügung festlegen können, sind aber zum Ergebnis gekommen, dass wir warten müssen, bis die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind“, erläutert Krisenstabsleiter Michael Beninde. Kreis und Kommunen stehen in Kontakt, die Allgemeinverfügung ist vorbereitet. Sollte das LZG die 35 oder 50 morgen ausweisen, würde der Kreis sofort die dann geltenden Regelungen zur weiteren Eindämmung des Pandemiegeschehens wie Kontaktbeschränkungen und Ausweitung der Maskenpflicht, zum Beispiel in Fußgängerzonen, auf den Weg bringen. Diese würde dann einen Tag später, am Mittwoch, 28. Oktober in Kraft treten. Landrat Manfred Müller appelliert eindringlich an die Bevölkerung, sich weiter diszipliniert und solidarisch zu verhalten. „Bitte halten Sie Abstand, meiden Sie Kontakte, wo immer es geht, tragen Sie eine Alltagsmaske, überlegen Sie bei jeder Party oder Familientreffen, ob das jetzt sein muss, beachten Sie die Hygieneregeln und informieren Sie sich aus seriösen Quellen“, so der Landrat. In geschlossenen Räumen muss regelmäßig, etwa alle 20 Minuten, gelüftet werden. Auch die Corona-Warn-App sollte genutzt werden, um sich und andere zu schützen.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt stockt das Personal im Kreisgesundheitsamt auf, um nach die wie vor die Kontaktnachverfolgung sicherzustellen. Intern innerhalb der Ämter wird umgeschichtet, der Kreis stellt zudem Personal ein und hat auch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen um Unterstützung gebeten. Derzeit arbeiten etwa 58 Mitarbeitende in der Kontaktnachverfolgung. Aufgestockt werden auch die personellen Ressourcen des Infotelefons: Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, Sa von 12 bis 16 Uhr unter der 05251 308-3333 zu erreichen.

902 Menschen im Kreis Paderborn haben eine akute COVID-19-Infektion überstanden. 35 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. 687 Menschen befinden sich derzeit im vom Paderborner Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne. 12 Corona-Erkrankte werden derzeit im Krankenhaus behandelt, von denen drei intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

Aufsummierte Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie:


Bestätigte Fälle

Todesfälle

Genesene


Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Aktuell

Vortag

Altenbeken

46

46

3

3

39

39

Bad Lippspringe

100

100

1

1

41

41

Bad Wünnenberg

66

66

0

0

48

48

Borchen

35

35

0

0

26

26

Büren

39

39

3

3

31

31

Delbrück

133

133

1

1

100

100

Hövelhof

73

73

5

5

58

58

Lichtenau

24

24

0

0

14

14

Paderborn

587

587

21

21

478

478

Salzkotten

73

73

1

1

67

67

GESAMT

1176

1176

35

35

902

902


 


 




7-Tages-Inzidenz | 19.10.bis 25.10.2020

 


 


Aktuell

 

Datenbestand 26.10., 00:00 Uhr
Quelle: Landeszentrum für Gesundheit

 

 

 


34,4

 

Zahl der aktiven Fälle, also jener Menschen, die aktuell mit dem Coronavirus infiziert sind:


Aktive Fälle


Aktuell

Vortag

Altenbeken2

4

4

Bad Lippspringe

58

58

Bad Wünnenberg

18

18

Borchen

9

9

Büren

5

5

Delbrück

32

32

Hövelhof

10

10

Lichtenau

10

10

Paderborn

88

88

Salzkotten

 5

5

GESAMT

239

239

(Die Zahl der aktiven Fälle erhält man, wenn man von der aufsummierten Gesamtzahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen die Todesfälle und Zahl der Genesenen abzieht).

Bei Überschreiten der Werte von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner bzw. 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche (7-Tages-Inzidenz) treten weitere Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Ausweitung der Maskenpflicht in Kraft. Für den Kreis Paderborn mit seinen 307.839 Einwohnerinnen und Einwohnern ist der erste Wert von 35 (Gefährdungsstufe 1) bei einer Zahl von 108 Neuinfektionen innerhalb einer Woche, der zweite Wert von 50 (Gefährdungsstufe II) bei einer Zahl von 154 Neuinfektionen innerhalb einer Woche erreicht.


Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr,
Sa von 12 bis 16 Uhr unter der 05251 308-3333 zu erreichen.

 
 
 

Kontakt

Frau Pitz
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Amtsleiterin, Pressesprecherin

Tel. 05251 308-9200
Fax 05251 308-899200
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2  Kommentare

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    Jennifer
    26.10.2020 17:59 Uhr

    Das kann doch alles nicht mehr wahr sein. Wenn das so weiter geht, sind wir aus der knallroten 50-er Warnstufe schon wieder raus bevor sie überhaupt einmal in Kraft war.

    Hier laufen die Kinder- und Sportevents fröhlich weiter, niemanden interessiert es, die machen einfach weiter solange die Hallen und Plätze nicht gesperrt werden und mit allen anderen (abendlichen/privaten) Ansteckungsmöglichkeiten läuft es ganz genauso. Was nicht ausdrücklich verboten ist, wird fröhlich weiter gemacht :-(

    Wird Samstags und Sonntags eigentlich weder getestet noch Tests ausgewertet oder wie kann es sein, dass am WE keine neuen Fälle dazugekommen sind (nur die riesige Zahl von Freitag)?

    Frustrierte Grüße, ich gehe davon aus, dass unser Padereborner Gesundheitsamt auch nichts dafür kann.

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    Kreis-Paderborn Logo
    Kreis Paderborn
    26.10.2020 18:10 Uhr

    Wir haben zuletzt am Samstagabend 95 Fälle vermeldet. Wir können ohne gesetzliche Grundlage keine Allgemeinverfügung auf den Weg bringen. Wir verstehen Sie sehr gut. Aber auch ohne Allgemeinverfügung können wir die Menschen zumindest bitten, weiter aufzupassen und die bekannten Corona-Regeln einzuhalten. Unser Landrat ruft ja auch - s. Pressemitteilung - dazu auf, bei jeder Party oder jedem Familientreffen, auch wenn es noch so schwer fällt, gut zu überlegen, ob es sein muss. Der Staat will ja bewusst nicht in den privaten Bereich hineinregieren. Ob ohne und demnächst mit Allgemeinverfügung: Wir appellieren sehr, sehr eindringlich an die Vernunft der Menschen. Das hier sind kritische Tage, die wir nur gemeinsam durchstehen.

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