Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
34. Internationale Jugendfestwoche 2022 12. bis 18.Juni 2022 - Wewelsburg - Germany
Choose your language:
 

Die Geschichte der Jugendfestwoche

Ein altes Foto von 1953 auf dem viele Paare Volkstänze vor der zerstörten Wewelsburg aufführen. 
Festwoche 1953
Nach dem Zweiten Weltkrieg suchten die Politiker und die Bevölkerung in Deutschland Kontakte, Gespräche und Verständigungen mit anderen Völkern und Nationen. Zur Sonnenwendefeier 1948 trafen sich heimische und vertriebene Jugendliche auf der Wewelsburg unter der Leitung von Gregor Tomaschewski, um westfälisches und ostdeutsches Lieder und Tänze zu erlernen. So entstand der Ostdeutsch-Westfälische Sing- und Tanzkreis, der später umbenannt wurde in „Ostwestfälischer Volkstanzkreis Geseke-Salzkotten e.V.“. Gleichzeitig ist dies die Geburtsstunde der Internationalen Jugendfestwoche Wewelsburg. Die erste Festwoche fand im Juni 1954 statt,
an der 67 ausländische und 120 deutsche Jugendliche teilnahmen. Das Zentrum der Aktivitäten war die Wewelsburg.

Das Motto der ersten Festwoche lautete: „Die Jugend der Welt begegnet sich in Freundschaft“. In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich diese Begegnung junger Menschen dahingehend, dass zur VII. Festwoche 1967 der Begriff „Jugend“ in den Vordergrund gestellt wurde. Die Anzahl der Teilnehmer wuchs auf 480. Zu dieser Zeit fanden die Veranstaltungen insbesondere in der Wewelsburg und deren direkter Nachbarschaft, wie z.B. der Almeinsel, der Burggräfte und der Dorfhalle statt. In der Folge wurde der Grundstein für das heutige Interorchester unter Harald Kieslich gelegt. Ein Tag mit einer Wanderung und sportlichen Wettkämpfen wurde veranstaltet. Er entwickelte sich weiter bis zur heutigen Zeltstadt mit Spielen und Lagerfeuerromantik.

Seit 1975 ist der Kreis Paderborn verantwortlicher Veranstalter der Internationalen Jugendfestwoche Wewelsburg.
Geprägt wurden die Festwochen in den 70er und 80er Jahren durch Wilfried Reckmann. Mittlerweile war es gute Tradition, dass die Gäste in Familien aufgenommen wurden. Gemeinsame „Dorfabende“ förderten die internationale Völkerverständigung. Zur Geschichte gehört auch, dass die Festwochenteilnehmer in der Wewelsburg verpflegt wurden. Ab 1979 fand der „Galaabend der Folklore“ in der neu errichteten PaderHalle in Paderborn statt – ein Höhepunkt der Jugendfestwoche. Das Tanzen und Musizieren vor historischer Kulisse auf Gut Böddeken ist seit drei Jahrzehnten ein fester und wesentlicher Bestandteil der Festwoche. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Familie von Mallinckrodt. Verantwortlich für die musische Leitung der Festwochen sind seit 1993 Markus Smolin und Wolfgang Ehlert, der anlässlich der 30. Festwoche verabschiedet wurde. Zur 36. Internationalen Jugendfestwoche besteht das Team der musischen Leitung neben Markus Smolin nun aus Alexandra Bröckling und Dietmar Kellerhoff. Ein Festwochenteilnehmer aus Belgien sagte 1983: „Wenn alle Völker sich finden
könnten, wie wir uns heute finden durch Tanz, Musik und Gesang, wäre Frieden keine Möglichkeit, sondern eine Selbstverständlichkeit“.
Die zerstörte Wewelsburg 1953 von der Almewiese unterhalb der Burg fotografiert. Viele Paare führen Volkstänze auf und sitzen zuschauend im Gras. 
Festwoche 1953 auf de Almewiese
Die Wewelsburg ist in Deutschland die einzige Dreiecksburg in heute noch geschlossener Bauweise. Die Ursprünge der Wewelsburg gehen bis ins 9. Jahrhundert zurück. Damals wurde die Burganlage, bekannt als Wifilisburg, zur Verteidigung gegen die Hunnen genutzt. In den Jahren 1123 – 1124 wurde die Burg durch den Grafen Friedrich von Arnsberg erneuert. Der Graf starb im folgenden Jahr und die Bewohner des Dorfes zerstörten die Burg. 1301 wurde die Wewelsburg durch den Fürstbischof von Paderborn erworben und wieder aufgebaut. In den Folgejahren wurde die ursprüngliche Festung abgebrochen und zwischen 1603 und 1609 im Stil der Weserrenaissance als Nebenresidenz der Paderborner Fürstbischöfe erbaut.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burganlage durch schwedische Truppen in Brand gesetzt und von 1650 – 1660 wieder hergestellt. Bis 1750 wurde die Burg nur noch selten durch die Fürstbischöfe als Residenz genutzt. Die Burg verfiel und gelangte durch die Säkularisierung 1802 in preußischen Staatsbesitz. 1815 brannte sie nach einem Blitzschlag aus.
1924 wurde die Wewelsburg durch den Kreis Büren erworben und zu einer Wanderherberge mit Heimatmuseum ausgebaut. 10 Jahre später wurde die Burg für 100 Jahre an die Schutzstaffel (SS) der NSDAP vermietet, um dort ein ideologisches Zentrum für die nationalsozialistische Diktatur zu errichten.

Im II. Weltkrieg wurde die Burg zerstört und ab 1948 wieder aufgebaut. Heute sind hier eine Jugendherberge, das historische Museum des Hochstifts Paderborn und die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945 untergebracht.

 

Termine / Dates 2026

31. Mai 2026

Eröffnung
Almewiese Wewelsburg

04. Juni 2026

Tanzen auf Gut Böddeken & Internationaler Markt

Abends: Internationaler Musikalischer Abend

Gut Böddeken

05. Juni 2026

Tanzauftritte in der Paderborner Innenstadt

Abends: Galaabend der Folklore
Paderhalle Paderborn

06. Juni 2026

Bekenntnis zum Frieden
Tal des Friedens in Böddeken

Aktuelle Programmänderungen finden Sie hier auf diesen Seiten und auf den Socialmediakanälen der Festwoche

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10 – 14
33102 Paderborn

Kontakt

Telefon: 05251 308 - 0
Telefax: 05251 308 - 8888
E-Mail senden

 
Der Kreis Paderborn bei WhatsApp
RAL Gütezeichen
Vorbildliches Europa-Engagement als „Europaaktive Kommunen“