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Kreishaus
Wewelsburg

Naturschutzgebiet „Almehänge bei Ahden und Wewelsburg“


Beschreibung

Prallhang bei Wewelsburg (Foto: Kreis Paderborn - Umweltamt, D. Heuermann) 
Prallhang bei Wewelsburg (Foto: Kreis Paderborn - Umweltamt)

Das Naturschutzgebiet umfasst auf 5 Teilflächen und einer Fläche von ca. 19 ha die überwiegend südlich exponierten, steilen Prallhänge der Alme in den Gemarkungen Ahden und Wewelsburg. An den steilen Hängen tritt das Kalkgestein des Untergrundes an vielen Stellen zu Tage, ausbrechende Steine sammeln sich in Schutt- und Geröllhalden. Artenreiche, wärmeliebende Wälder und Gebüsche haben sich auf den flachgründigen steilen Hangflächen angesiedelt. Wie überall in Mitteleuropa ist die Rotbuche auch auf diesen extremen Waldstandorten präsent; kann aber auf den Hangflächen nicht die typischen dichten und kühlen Buchenwälder ausbilden. Die südexponierten Hangwälder zeichnen sich durch eine höhere Artenvielfalt, stärkere Besonnung und eine gut ausgebildete Strauch- und Krautschicht aus.

Prallhang oberhalb der Kluskapelle 
Prallhang oberhalb der Kluskapelle (Foto: Kreis Paderborn - Umweltamt)
Prallhang am Kuhkampsberg 
Prallhang am Kuhkampsberg (Foto: Kreis Paderborn - Umweltamt)
 
Frühjahrsgeophyten: Hohler Lerchensporn 
Frühjahrsgeophyten: Hohler Lerchensporn (Foto: Kreis Paderborn - Umweltamt)

Typische Baumarten sind Stieleiche und Hainbuche, daneben kommen Berg-, Spitz-, und Feldahorn, Esche und Sommerlinde vor. In der Krautschicht überwiegen die sogenannten Frühjahrsgeophyten wie Lerchensporn, Schlüsselblume, Buschwindröschen, gelbe Anemone und Waldmeister. Am sonnigen, warmen und trockenen Hangfuß Kuhkampsberg kommt der seltene blaurote Steinsame in größeren Beständen vor.

Felsen bei der Kluskapelle 
Felsen bei der Kluskapelle (Foto: Kreis Paderborn - Umweltamt)

Die an vielen Stellen anstehenden Kreidekalkfelsen sind Lebensraum typischer Felsvegetation wie Braunstieliger Streifenfarn und Mauerraute. Steile Hangbereiche mit anstehenden Felsen, Schotterfluren und Blockschuttbereichen sind natür-licherweise seltene Lebensräume, die Süd- und Südwestexposition begünstigt wärmeliebende Arten. Durch die enge Verzahnung mit dem angrenzenden Tal der Alme und dem oberhalb angrenzenden Wald und den landwirtschaftlich genutzten Flächen hat sich eine reiche Artenvielfalt entwickeln können. Die seltenen naturnahen Gehölzgesellschaften und Felsformationen sind als Teil des Almetals wichtige Trittsteine im überregionalen Biotopverbundsystem.

Totholz im Hang 
Totholz im Hang (Foto: Kreis Paderborn - Umweltamt)

Die Pflege und Bewirtschaftungsmaßnahmen dienen im Schwerpunkt der Erhaltung und Entwicklung der wärmeliebenden Wald- und Gehölzgesellschaften mit ihren Lebensgemeinschaften und der Vegetation der seltenen Felsformationen. Stehendes und liegendes Totholz soll als seltener und vielfältiger Lebensraum erhalten und entwickelt werden.

 

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