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Kreishaus
Wewelsburg

Naturschutzgebiet „Hederaue mit Thüler Moorkomplex“


Biotoppflege und Biotopgestaltung in Feuchtwiesen

Auf einzelnen, naturschutzfachlich besonders wertvollen Parzellen der Feuchtwiesen-Naturschutzgebiete können keine schweren landwirtschaftlichen Fahrzeuge zum Einsatz kommen, weil der Untergrund zu nass oder zu uneben ist. Die optimale Pflege der Flächen, d. h. der bestmögliche Schutz und die Förderung der seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, erfordert besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet des Arten- und Biotopschutzes. Auf diesen „Naturschutz-Pflegeflächen“ führen Mitarbeiter/innen der Biologischen Station regelmäßig fachgerechte Pflegemaßnahmen im Spätsommer und Herbst durch. Ein Teil der Flächen wird jährlich, ein anderer Teil in zwei- oder mehrjährigem Wechsel mit leichten, geländegängigen Landschaftspflegemaschinen gemäht. Das Mähgut wird überwiegend per Handarbeit vollständig von den Flächen abgeräumt, aus den Naturschutzgebieten abtransportiert und kompostiert.

In den vergangenen 20 Jahren wurden auf den landeseigenen Flächen vielfältige Biotopgestaltungsmaßnahmen durchgeführt. In früherer Zeit waren in Feucht- und Nasswiesen zahlreiche wassergefüllte, flache Senken, Flutmulden und Tümpel vorhanden. Im Laufe der Zeit sind diese jedoch fast alle verfüllt worden. Als Ersatz für die verloren gegangenen Flachwasserzonen wurden in mehreren Feuchtwiesen-Schutzgebieten künstlich Blänken – das sind flache Senken im offenen Grünland – angelegt. Durch die Neuanlage dieser Blänken wurde die Attraktivität der Feuchtwiesen-Schutzgebiete für viele Tier- und Pflanzenarten noch weiter erhöht. Die Siedlungsdichte der Wiesenvögel stieg in diesen Gebieten deutlich an. Flachwasserblänken in Feuchtwiesen bieten aber auch durchziehenden Wasser- und Watvögeln geeignete Rastplätze. Auch andere Organismengruppen finden an Blänken einen geeigneten Lebensraum, z.B. Libellen und andere Wasserinsekten, Amphibien sowie viele Sumpf- und Wasserpflanzen.

Weitere Maßnahmen sind das Fällen von standortfremden Gehölzen, das Schneiden von Kopfbäumen und die Nachpflanzung von standortgerechten Gehölzen. Auch die Beseitigung von Müll- und Schuttablagerungen gehört dazu.

Notwendige Beruhigungen der Schutzgebiete können durch verschiedene Maßnahmen der Besucherlenkung sowie das Aufstellen von Informationstafeln erreicht werden.

 

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05251 308-6654
05251 308-6699
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