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Kreishaus
Wewelsburg

16. Dezember 2020

Landrat Christoph Rüther: „Wir sind startklar“

Impfzentrum in der Sälzerhalle in Salzkotten ab sofort einsatzbereit: Impfungen starten, sobald der Impfstoff zugelassen und ausreichend verfügbar ist, Kassenärztliche Vereinigung bereitet Terminvergabe vor

Das Impfzentrum in der Sälzerhalle in Salzkotten ist betriebsbereit – von links nach rechts Conrad Möller von der St. Johannes Schützenbruderschaft Salzkotten und Geschäftsführer des Hallenbauvereins Salzkotten, der die Sälzerhalle zur Verfügung stellt, Ulrich Berger, Bürgermeister von Salzkotten, Krisenstabsleiter Michael Beninde, Dr. Gregor Haunerland für die Kassenärztliche Vereinigung, Landrat Christoph Rüther überzeugten sich vor Ort  Bildnachweis: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Meike Delang 
Das Impfzentrum in der Sälzerhalle in Salzkotten ist betriebsbereit – von links nach rechts Conrad Möller von der St. Johannes Schützenbruderschaft Salzkotten und Geschäftsführer des Hallenbauvereins Salzkotten, der die Sälzerhalle zur Verfügung stellt, Ulrich Berger, Bürgermeister von Salzkotten, Krisenstabsleiter Michael Beninde, Dr. Gregor Haunerland für die Kassenärztliche Vereinigung, Landrat Christoph Rüther überzeugten sich vor Ort Bildnachweis: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kreis Paderborn, Meike Delang
„Wenn man hierherkommt, dann weiß man, warum wir uns für die Sälzerhalle in Salzkotten als Standort entschieden haben“, sagt Landrat Christoph Rüther. Gemeinsam mit Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger, Dr. Gregor Haunerland und Dr. Gerhard Markus für die Kassenärztliche Vereinigung sowie dem Krisenstabsleiter des Kreises Paderborn, Michael Beninde, überzeugte er sich vor Ort von der Funktionstüchtigkeit des Impfzentrums, das „in diesen Tagen für viele Menschen so etwas wie Licht am Ende des Corona-Tunnels bedeutet“, so Rüther.

Großzügig geschnittenen Räume, die Mindestabstand und alle erforderlichen Infektionsschutzvorgaben problemlos ermöglichen, gleich 12 getrennte Impfkabinen, die eine Verabreichung des Impfstoffs ohne Stau gewährleisten, sind ganz große Pluspunkte. „Hier riskieren letztlich Menschen ihre Gesundheit, um andere zu schützen, das zeugt von menschlicher Größe“, unterstreicht Rüther. Deshalb „war es mir auch wichtig, dass alle medizinischen Fachkräfte optimale Rahmenbedingungen vorfinden und sicher arbeiten können“. Eine Abluftanlage, die dafür sorgt, dass keine virenbelasteten Aerosole in den Räumen verbleiben, genügend Kühlschränke für den Impfstoff, die Barrierefreiheit der Räume und genügend Parkplätze sind weitere Standortvorteile.

Pünktlich zum 15. Dezember konnten alle Vorbereitungen abgeschlossen werden.
Nur noch wenige Hinweisschilder fehlen, die im Laufe der Woche ihren Platz finden. „Das Impfzentrum in der Sälzerhalle in Salzkotten ist startklar“, unterstreicht der Landrat. Sobald der Impfstoff gegen das Corona-Virus in Deutschland zugelassen und verfügbar ist, kann dort mit den Impfungen begonnen werden. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) trifft derzeit alle Vorbereitungen für eine Terminvergabe.

Krisenstabsleiter Michael Beninde dämpft zu hohe Erwartungen, dass es gefühlt gleich morgen in der Sälzerhalle losgehen könne. Was fehlt, ist der der Impfstoff gegen das SARS-CoV-2-Virus. Das europäische Zulassungsverfahren läuft noch. Die Bewertung einer ganzen Reihe von Arzneimitteln wird in Europa im zentralisierten Verfahren von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA, European Medicines Agency) koordiniert, die Zulassung für alle EU-Mitgliedstaaten erfolgt durch die Europäische Kommission. Und das sei gut so, betont die KV. „Wenn der Impfstoff nach allen Regeln von der EMA zugelassen ist, können alle darauf vertrauen, dass der Impfstoff nach unseren hohen Qualitätsstandards hergestellt ist und sich wirklich alle impfen lassen können“, betont Dr. Gregor Haunerland von der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Verwaltungsbezirk Paderborn, der gemeinsam mit Dr. Gerhard Markus für die KV verantwortlich zeichnet für die medizinische Leitung des Impfzentrums. Der Kreis Paderborn hat die Gesamtleitung und ist zuständig für den Aufbau und die Organisation, die Kassenärztliche Vereinigung für die gesamte medizinische Betreuung, die von der Terminkoordination über das Aufklärungsgespräch bis hin zur eigentlichen Impfung reicht.


Im Kreis Paderborn gehen alle Beteiligten davon aus, dass der Impfstoff zu Beginn nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen wird. Deshalb müssen Prioritäten gesetzt werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt in einem ersten Entwurf die Impfung zunächst vorrangig für Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und allen, die mit ihnen in Berührung kommen, also den Pflegekräften in den Einrichtungen sowie medizinischem Fachpersonal. Sobald die ersten Impfdosen eintreffen, werden zunächst mobile Teams im Kreisgebiet zum Einsatz kommen. Der Impfstoff wird dann vor Ort in den Einrichtungen aufbereitet und von Ärzten verabreicht.

„Deshalb können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Impftermine vergeben“, unterstreicht Dr. Gregor Haunerland von der KV.

Landrat Christoph Rüther und Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger dankten allen Beteiligten, die mit großem Engagement und hohem Verantwortungsbewusstsein dafür gesorgt haben, dass in gerade mal zwei Wochen ein funktionierendes Impfzentrum entstehen konnte. „Wir sind sehr dankbar, dass sich so viele Ärzte und medizinischen Fachkräfte bereit erklärt haben, hier bewusst nach vorn zu treten und die Gesundheit der Menschen zu schützen“, betonen beide. Bis zu 1000 Menschen können täglich, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, in Salzkotten geimpft werden.

Alle Abläufe im Impfzentrum sind detailliert festgelegt. Ohne Termin keine Impfung: Im Eingangsbereich wird ein Sicherheitsdienst überprüfen, ob der Impfwillige auch alle Voraussetzungen erfüllt. Fieber messen zählt ebenfalls zum so genannten „Check-in“. In der Anmeldung werden Aufklärungsbögen und Laufzettel der KV mit allen Stationen verteilt. Im so genannten Aufklärungsbereich werden die zu Impfenden informiert. Besteht Beratungs- oder Gesprächsbedarf, stehen separate Kabinen mit Ärzten zur Verfügung, die alle persönlichen Fragen beantworten. „Das ist uns ganz wichtig, die Menschen über den Gewinn der Impfung aufzuklären und genau zu erläutern, welche möglichen lokalen Nebenwirkungen auftreten können“, betont Dr. Gerhard Markus. Man setze hier auf völlige Transparenz. Die eigentliche Impfung erfolgt in 12 separaten Kabinen. Geimpft wird in den Oberarm. Die Aufbereitung des Impfstoffs übernimmt ein Apotheker. Danach geht es in den Beobachtungsbereich. Den frisch Geimpften wird empfohlen, 30 Minuten dort zu verbleiben. Sollten unerwartet doch in den ersten Minuten Impfreaktionen auftreten, sind sofort Ärzte zur Stelle. Hinter dem Beobachtungsbereich befinden sich sechs Schalter, hier kann man auschecken. Geprüft wird, ob auch formal alles beachtet wurde und anschließend dokumentiert. Danach können die Geimpften über einen separaten Ausgang das Gebäude verlassen. Die Sicherung des Gebäudes und des Impfstoffs übernehmen die Kreispolizeibehörde Paderborn und Sicherheitsdienste.

Die Frage, wann genau mit einer flächendeckenden Impfung in Salzkotten gerechnet werden kann, kann vor Ort in Paderborn derzeit noch nicht beantwortet werden.

Bis dahin bittet die Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes mit Blick auf den heute beginnenden Lockdown, die Kontakte so weit wie möglich zu begrenzen. Niemand müsse ausreizen, was die Coronaschutz-Verordnung so hergebe.

„Vermeiden Sie persönliche Kontakte so weit wie möglich. Beachten sie die bekannten Corona-Regeln, also vor allem Abstand halten, Hygiene wie häufiges und gründliches Händewaschen beachten, Alltagsmaske tragen. Das Virus macht keine Weihnachtspause“, warnt Kuhnert.

 
 
 

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1  Kommentar

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    Schnurz
    28.12.2020 07:16 Uhr

    Jeder gesetzlich versicherte ist im Besitz der eGK2. Dort steht eine Patientennummer drauf. Wo ist das Problem für die KV, eine App und einen online Zugang aufzubauen, in dem jeder Impfwillige seine Patentennummer mit Kontaktdaten hinterlegen kann, und dann entsprechend informiert wird, wann sein Termin ist? Dies kann man dann machen, wenn die Einzelheiten der Regelungen feststehen.
    Die Patientennummer für schließlich zu den Stammdaten.

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